Private-Equity-Sekundärmarkt: Wachstumsfaktoren, Transaktionsarten und differenzierter Zugang

Lombard Odier Secondaries Team -
Lombard Odier Secondaries Team
Private-Equity-Sekundärmarkt: Wachstumsfaktoren, Transaktionsarten und differenzierter Zugang

Kernpunkte.

  • 2025 erzielte der globale Private-Equity-Sekundärmarkt ein erwartetes Transaktionsvolumen von USD 210 Mrd.: Der Anstieg von 31% im Vergleich zum Vorjahr stellt einen neuen Rekord dar und schreibt den Trend eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums (CAGR) im zweistelligen Bereich fort1
  • Sekundärmarkttransaktionen – sogenannte Secondaries – bieten ein attraktives risikobereinigtes Performancepotenzial. Davon zeugen ein historischer Median des Netto-IRR von etwa 17% und eine geringere Volatilität als bei den meisten anderen Anlagen in nicht börsennotierten Beteiligungen2
  • Zu den klaren Vorteilen von Secondaries zählen eine beschleunigte Rendite, günstige Einstiegspreise und eine verbesserte Prognosesicherheit. Unsere hybride Strategie bietet ein differenziertes Engagement über GP-geführte, direkte und konzentrierte LP-geführte Zugangswege.

Das Wachstum des Private-Equity-Sekundärmarktes verstehen

Private Equity (PE) Secondaries haben sich als strategisches Instrument für Anlagen in globalen, nicht börsennotierten Beteiligungen etabliert. Bei diesen Transaktionen erwirbt ein Anleger von einem anderen eine bestehende PE-Beteiligung. Dabei werden die spezifischen Bedürfnisse beider Parteien erfüllt:

  • Limited Partners (LPs) setzen Liquidität frei und schichten Portfolios um
  • General Partners (GPs) gewinnen neue Anleger und unterstützen die Wertschöpfung wichtiger Vermögenswerte
  • Spezialisierte Anlegerinnen und Anleger am Sekundärmarkt erhalten Zugang zu hochwertigen, bewährten Vermögenswerten – häufig zu günstigen Preisen bei hoher Prognosesicherheit

Der Markt verzeichnet ein starkes Wachstum. Rund 20% der globalen PE-Aktivität entfallen auf Secondaries; seit 2015 beläuft sich die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate auf 17%.2025 dürfte das globale Transaktionsvolumen USD 210 Mrd. erreicht haben: ein weiteres Rekordjahr in Folge und ein Anstieg um 31% gegenüber 2024.Allein im ersten Halbjahr 2025 erfolgten Transaktionen im Wert von USD 102 Mrd. – der höchste Halbjahreswert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Diese Datenpunkte zeigen, wie sich Secondaries von einem alternativen Liquiditätsinstrument zu einem strategischen Portfoliomodell für LPs, einer wichtigen Erweiterung für GPs und einer Chance für Anlagespezialisten weiterentwickelt haben.

Private-Equity-Sekundärmarkt: Liquidität freisetzen, Chancen nutzen

Wir erläutern detaillierter die Wachstumsdynamik von Secondaries, die unterschiedlichen Transaktionsarten sowie die verschiedenen Anlagevorteile und stellen unseren hybriden Ansatz für diesen florierenden Markt vor.

Wie Secondaries das risikobereinigte Renditepotenzial steigern

Secondaries haben schon immer hohe und beständige risikobereinigte Renditen erzielt (siehe Abbildung 1). Seit 2006 übertrifft die Anlageklasse die meisten anderen Segmente der privaten Märkte – darunter Risikokapital, Immobilien und Private Debt – sowie die öffentlichen Aktienmärkte3.

Dieses Performanceprofil lässt sich mit den einzigartigen Vorteilen der Anlageklasse erklären:

  • Anlegerinnen und Anleger erhalten Zugang zu herausragenden Portfolios mit dokumentierter Geschäftstätigkeit
  • Die Vermögenswerte stehen in der Regel kurz vor dem Verkauf, was den Zeitrahmen für die Wertrealisierung verkürzen kann
  • Eine höhere Transparenz bei der Portfoliozusammensetzung verringert „Blind-Pool“-Risiken

In der Vergangenheit erzielten Secondaries einen Median des Netto-IRR von etwa 17% bei einer Standardabweichung von rund 5%2, was auf ein günstiges Verhältnis zwischen Renditepotenzial und Volatilität hinweist. Diese Erfolgsbilanz sowie die inhärenten Vorteile von Secondaries stützen weiterhin das Wachstum des Marktes und festigen seine Position in breiteren Privatmarktallokationen.

ABB. 1. SECONDARIES HABEN DIE MEISTEN ANDEREN SEGMENTE DER PRIVATEN MÄRKTE SOWIE AKTIEN ÜBERTROFFEN4

Die wichtigsten Arten von Sekundärmarkttransaktionen

Secondaries können in drei Kategorien unterteilt werden. Jede widerspiegelt unterschiedliche Motivationen und strukturelle Merkmale. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft Anlegerinnen und Anlegern, die vielfältigen Möglichkehiten – und die für die Verhandlung der verschiedenen Zugangswege erforderlichen Fähigkeiten – zu bewerten.

1. LP-led Transaktionen. Von einem Limited Partner geführte Transaktionen („LP-Leds“) finden statt, wenn LPs Beteiligungen an PE-Fonds vor dem Ende der Fondslaufzeit veräussern. 52% des Marktvolumens im Jahr 20245 entfielen auf diese Transaktionsart, die LPs mit frühzeitiger Liquidität versorgt und es Käufern ermöglicht, reife Vermögenswerte mit in der Regel diskontierten Bewertungen zu erwerben.

LP-geführte Transaktionen werden häufig zur Neugewichtung von Portfolios, zum Cashflow-Management und zur Verringerung nicht finanzierter Zusagen genutzt.

2. GP-led Transaktionen. Bei vom General Partner geführten Transaktionen („GP-Leds“) überträgt der GP einen oder mehrere Vermögenswerte aus einem Primärfonds in ein „Fortführungsvehikel“ am Sekundärmarkt. Bestehende Anlegerinnen und Anleger können so aussteigen und neue einsteigen – normalerweise mit einer weiteren Allokation durch den GP.

GP-geführte Transaktionen bieten für LPs, GPs und neue Anlegerinnen und Anleger unterschiedliche Anreize:

  • GPs können den Wertschöpfungszeitraum für ihre vielversprechendsten Unternehmen ausweiten
  • Bestehende LPs können zwischen der Realisierung von Liquidität und der Fortführung der Beteiligung wählen
  • Käufer erhalten Zugang zu hochwertigen Vermögenswerten mit sorgfältig dokumentierter Geschäftstätigkeit

Diese Merkmale verdeutlichen, warum GP-geführte Transaktionen ein schnell wachsendes Segment sind. 2024 erreichte das Transaktionsvolumen USD 71 Mrd. – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 39%. Im ersten Halbjahr 2025 waren es bereits USD 48 Mrd.6

3. Direkte Sekundärtransaktionen. „Direkte“ oder „company-led“ Sekundärtransaktionen sind eine speziellere Transaktionsart. Dabei erwirbt ein Anleger direkt eine Beteiligung an einem Unternehmen ausserhalb eines GP-geführten Prozesses. Dazu kommt es in der Regel, wenn Frühaktionäre oder Gründer nach Liquidität suchen. Eine erfolgreiche Beteiligung bei direkten Transaktionen erfordert von Anlegerinnen und Anlegern fortgeschrittene Fähigkeiten:

  • Solide Underwriting-Kompetenz
  • Umfassender Marktzugang und Gegenpartei-Netzwerke
  • Flexibilität bei der Strukturierung

Direkte Transaktionen sind insbesondere im Small- und Mid-Cap-Marktsegment attraktiv: Gründe sind der Transaktionsumfang, die erforderlichen starken Netzwerke und der geringere Wettbewerbsdruck im Vergleich zum Large- und Mega-Cap-Bereich.

 „In der Vergangenheit haben Secondaries einen Median des Netto-IRR von etwa 17% bei einer Standardabweichung von rund 5% erzielt2

Warum Anlegerinnen und Anleger stärker in Sekundärmärkte investieren

Secondaries bieten bei allen Transaktionsarten eine Reihe inhärenter Vorteile, die einzigartig für die Anlageklasse sind:

  • Dämpfung der J-Kurve: Aufgrund der Laufzeit der Vermögenswerte vermeiden Anleger die für Primärfonds typischen frühen Performancenachteile
  • Vergünstigte Einstiegspreise gegenüber dem Nettoinventarwert: Die Bewertungen erfolgen in der Regel zu einem Preis unterhalb des angegebenen Marktwerts, was einen sofortigen Wertzuwachs ermöglicht
  • Rascherer Einsatz des Kapitals: Mehr als 75% des für eine Transaktion bereitgestellten Kapitals werden oft schon am ersten Tag eingesetzt
  • Geringeres „Blind-Pool“-Risiko: Die Erfolgsbilanzen der bereits in den Primärprogrammen enthaltenen Vermögenswerte ermöglichen eine strengere Due Diligence
  • Stärkere Diversifizierung: über PE-Strategien, Jahrgänge (Vintages), Regionen und Sektoren hinweg

Diese Faktoren unterstützen ein Risikoprofil bei Secondaries, das mit dem Performancepotenzial von Venture Capital in der Frühphase vergleichbar ist. Das Risiko entspricht aber nur dem eines PE-Fund-of-Funds-Programms.


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Unser Ansatz: eine hybride, Asset-orientierte Strategie für vielfältige Anlagechancen

Lombard Odier investiert seit 2009 in den Sekundärmarkt und kann über vier Jahrgänge eine erfolgreiche Bilanz vorweisen. Unsere hybride Strategie setzt auf GP-geführte, direkte und konzentrierte LP-geführte Transaktionen im europäischen und US-amerikanischen Mid-Cap-Marktsegment. Wir verfolgen einen bewährten Ansatz, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Diversifizierte Sourcing-Kanäle
  • Umfassende Partner-Netzwerke
  • Asset-orientierte Underwriting-Kompetenz

In einem schnell wachsenden und sich weiterentwickelnden Markt können wir unseres Erachtens mit unserem Zugang und Ansatz einige der besten Chancen im Private-Equity-Markt nutzen. Zudem können wir für die Anlegerinnen und Anleger differenziertes Alpha-Potenzial generieren.

Mehr über unsere Strategie Lombard Odier Secondaries erfahren Sie hier
Quellen anzeigen.
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[1] Quelle: Evercore, Stand Juli 2025; PJT, Stand Oktober 2025. Nur zur Veranschaulichung. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
[2] Quelle: Preqin. Laden Sie für weitere Informationen den Bericht zu diesem Artikel herunter. Hinweis: Wir haben die aktuellsten Daten per Februar 2025 verwendet. Nur zur Veranschaulichung. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse.
[3] Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
[4] Quelle: Preqin. Hinweis: Daten vom 30. September 2006 (früheste verfügbare Daten) bis zum 30. September 2024 (letzte verfügbare Daten). Nur zur Veranschaulichung. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse.
[5] Quelle: Lazard 2024 Secondary Market Report.
[6] Quelle: Evercore, Stand Februar 2025. Nur zur Veranschaulichung

Wichtige Hinweise.

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Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung und richtet sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger. 
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