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Digitalisierung im Finanzsektor

Digitalisierung im Finanzsektor
Jeroen van Oerle - Portfolio Manager

Jeroen van Oerle

Portfolio Manager
Christian Vondenbusch - Portfolio Manager

Christian Vondenbusch

Portfolio Manager

Moderne Finanzdienstleistungen bedürfen einer starken digitalen Strategie und die Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen wächst. Früher war die Digitalisierung ein angenehmes Plus, heute ist sie ein absolutes Muss.

Im ersten Quartal 2020 befassten sich die Geschäftsführer der Finanzinstitute mehrheitlich mit dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld (gekennzeichnet durch tiefe Zinsen und schrumpfende Nettozinsmargen), mit steigenden Regulierungskosten und mit der zunehmenden Konkurrenz durch FinTech-Initiativen, die die Gewinne schmelzen liessen. In ihren Gesprächen mit Investoren über das Thema Digitalisierung versuchten sie oft die Aktionäre davon zu überzeugen, dass Investitionen in ihre digitale Strategie ab dem ersten Tag nach Abschluss zu Kosteneinsparungen führen würden. Mit der Umsetzung von Technologie in der Praxis vertraute Personen wissen, dass dies nie als Argument für die Umstellung eines IT-Systems gelten sollte, da Kosteneinsparungen nur vorübergehend, bis zum nächsten Upgrade realisiert werden. Investitionen in Digitalisierung sind Investitionen in die Kontinuität des Geschäfts und die mit solchen Investitionen verbundenen Kosten rentieren insofern, als sie die zukünftige Geschäftsfähigkeit gewährleisten. Im zweiten Quartal 2020 galt die volle Aufmerksamkeit der digitalen Strategie und der Frage, wie man in einer Welt überlebt, die auf einen Schlag fast ausschliesslich digital funktioniert.

Früher war die Digitalisierung ein angenehmes Plus, heute ist sie ein absolutes Muss

Alle Stakeholder von Finanzinstitutionen benötigen digitale Werkzeuge. Kunden wollen digital auf ihre Informationen zugreifen, Mitarbeiter brauchen digitale Werkzeuge, um im Homeoffice arbeiten zu können, und Geschäftspartner/Lieferanten benötigen digitale Werkzeuge, um ihre Dienstleistungen zu integrieren. Während der ersten Monate im Lockdown entstand ein grosses Flickwerk an Front-End-Lösungen, die es den Unternehmen ermöglichten, die Kommunikation mit ihren Kunden aufrechtzuerhalten. Auf den ersten Blick, schienen die Auswirkungen auf die erweiterte Finanzbranche überschaubar, auch wenn offenbar vereinzelte Banken überstürzt zum Elektronikgeschäft liefen, um Laptop-Computer zu kaufen, damit ihre Mitarbeiter zu Hause arbeiten konnten. Allmählich zeigte sich jedoch, dass neben den relativ einfachen Lösungen für den Front-End-Bereich, schwerwiegendere Probleme im Zusammenhang mit den Kernsystemen und der Sicherheit bei Fernarbeit auftraten. In einigen Fällen war es nicht möglich, neue Kunden aufzunehmen oder neue Dienstleistungen masszuschneidern.

Auch die Fernwartung der entscheidenden Infrastruktur erwies sich als Hürde, ganz zu schweigen vom Einsatz neuer Technologien, welche die Effizienz steigern und die Bereitstellung innovativer Technologien ermöglichen sollten. Wie wir in unserem jüngsten White Paper genauer aufzeigen werden, sind auch die damit verbundenen Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit erheblich gestiegen. Im ersten Teil dieses Berichts liefern wir einen Überblick über die Trends bei den IT-Ausgaben in den einzelnen Untersektoren. Im zweiten Teil analysieren wir die vor und nach COVID getätigten Investitionen in IT-Sicherheit, Cloud-Computing und Programmierschnittstellen (API) und im dritten Teil fassen wir die Auswirkungen aus Sicht der Anlagebranche zusammen.

Wir sind der Ansicht, dass sich die Gründe für eine langfristig ausgerichtete Digitalisierungsstrategie verändern. 2020 sind Kosteneinsparungen angesagt, 2021 werden IT-Projekte neu ausgerichtet und priorisiert während die darauffolgenden Jahre im Zeichen der transformativen Digitalisierung stehen werden.

 

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