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Die neue Frontlinie: Vom KI-Ausbau zur Dominanz des Ökosystems
Kernpunkte.
Der Kampf der USA und Chinas um die KI-Vorherrschaft schafft weitreichende Möglichkeiten, in kritische Infrastruktur zu investieren, die das Fundament der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts bildet
Doch die Gewinner werden letztendlich jene Länder und Unternehmen sein, denen es am besten gelingt, KI-Durchbrüche in ein voll funktionsfähiges KI-Ökosystem zu verwandeln
Unsere Strategien bieten diversifizierten, spezialisierten Zugang zu den Anlagechancen rund um KI-Ausbau und -Einführung – von Wandelanleihen aus dem Technologiesektor über asiatische Aktien bis hin zu privater Infrastruktur.
Innerhalb weniger Jahre hat sich die künstliche Intelligenz von einem theoretischen Konstrukt zu einer transformativen, realen Technologie entwickelt. Sie wirkt sich auf zahllose Bereiche wie die Produktivität, die nationale Sicherheit, die politische Macht und den politischen Einfluss aus. Deshalb wird der Kampf um die Vorherrschaft im KI-Bereich dauerhafte globale Auswirkungen haben.
Es steht viel auf dem Spiel. Wer die kritische Hardware, Software und Dateninfrastruktur des 21. Jahrhunderts kontrolliert, kann die Regeln für KI setzen und durchsetzen, von Standards bis zu rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Kontrolle über die KI-Lieferkette schafft zudem strategischen Einfluss auf wirtschaftlicher, politischer und sogar militärischer Ebene.
Andere Länder laufen Gefahr, auf wirtschaftlicher Ebene von ausländischen Technologieriesen abhängig zu werden – und auf geopolitischer Ebene von einer der KI-Supermächte. Regierungen betrachten daher zunehmend die Kontrolle über KI-Infrastruktur und -Technologien als vorrangiges Ziel.
Doch das ist nur ein Teil des Kampfes. Langfristig könnten Länder mit einem besonders wirksamen Ökosystem für eine breite KI-Einführung einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil erzielen.
Für die USA und China entwickelte sich das Thema KI schnell zu einem Wettstreit um Macht und Einfluss auf der internationalen Bühne. Die beiden Supermächte verfolgen aber recht unterschiedliche Ansätze.
USA: Frühzeitige Führung, abgesichert durch Kontrolle über hoch entwickeltes geistiges Eigentum
Stärken: Die USA übernahmen schon früh die Führung. Dies war den Investitionen der grossen Technologieunternehmen und der Ausübung von politischem Einfluss auf wesentliche Teile der Lieferkette zu verdanken. Die USA kontrollieren wesentliche Bausteine der KI-Entwicklung. Dazu zählen führende KI-Forschungslabore und hochentwickelte Chips, die für modernste KI-Modelle entscheidend sind. Zudem sind die USA bei KI-Cloud-Infrastruktur weltweit führend und ziehen einen grossen Teil der privaten Investitionen in neue Technologien an.
Schwächen: Die USA sind in hohem Masse von den globalen Lieferketten für KI-Hardware abhängig. Engpässe in der Netzinfrastruktur könnten den Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten bremsen. Grosse Rechenzentren treffen zudem immer häufiger auf öffentlichen Widerstand.
China holt dank kosteneffizienter Open-Source-Modelle zügig auf
Stärken: China verfolgt eine offenere KI-Strategie, die von starker staatlicher Unterstützung, einem grossen Talentpool und einer hohen Verfügbarkeit von Daten und Strom profitiert. Das kürzlich vorgestellte grosse Sprachmodell (LLM) Kimi K3 von Moonshot AI1 zeigt die Stärke dieses Ansatzes und wie China den Leistungsrückstand verkürzt.
Schwächen: Aufgrund der US-Exportbeschränkungen für hochmoderne Chips fehlt es China an den Halbleitern, die eine optimale KI-Leistung ermöglichen würden. Staatliche Unterstützung und Investitionen in die heimische Chipfertigung und Rechenkapazität zielen jedoch auf grössere technologische Eigenständigkeit.
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KI-Spitzenmodelle: Die USA führen mit OpenAI, Anthropic, Google DeepMind und SpaceXAI. Kimi K3 von Moonshot AI zeigt jedoch, dass China den Abstand rasch verkürzt.
Rechenkapazitäten und Rechenzentren: Die umfangreichere Infrastruktur und höhere Rechenzentrumskapazität verschaffen den USA einen wichtigen Vorsprung. China baut seine Infrastruktur jedoch zügig und im grossem Massstab aus.
Halbleiter und Grafikprozessoren: US-Unternehmen arbeiten in den Bereichen Fertigungstechnologie und Produktion mit europäischen und asiatischen Partnern zusammen. Daher haben sie eine dominante Stellung in der Entwicklung hochentwickelter KI-Chips und kontrollieren grosse Teile des KI-Software-Ökosystems. Chinesische Chiphersteller holen aber auf.
Open-Source-Modelle und Kosteneffizienz: China gewinnt hier an Stärke. Unternehmen wie DeepSeek und Alibaba bieten leistungsfähige Open-Source-LLMs zu vergleichsweise niedrigen kosten.
Wie nutzen LOIM-Strategien das Anlagethema KI?
Global-Convertible-Bonds-Strategie: Zugang zu KI-Innovationen bei geringerem Risiko
Unternehmen mit disruptiven Geschäftsmodellen haben Wandelanleihen in der Vergangenheit gezielt zur Wachstumsfinanzierung genutzt. Wandelanleihen von Technologieunternehmen bieten laufende Erträge und zugleich die Möglichkeit, über die Wandlung in Aktien an KI-Innovationen zu partizipieren.
Unser auf globale Wandelanleihen spezialisiertes Team verfolgt einen robusten, skalierbaren Ansatz. In Fokus stehen risikobereinigte Renditen aus zentralen Wachstums- und Innovationstreibern wie Elektrifizierung und KI.
Der Kampf um die KI-Vorherrschaft schafft Anlagechancen bei den Technologien und Infrastrukturen, die für Training und Betrieb von LLMs im grossen Massstab erforderlich sind. Grosse Technologiekonzerne nehmen dafür Kapital in Rekordhöhe auf. Stand Juli 2026 war das Volumen der seit Jahresbeginn von Hyperscalern begebenen Investment-Grade-Anleihen über alle Währungen hinweg etwa vergleichbar mit dem Emissionsvolumen britischer Staatsanleihen im selben Zeitraum.2
Die Unternehmen investieren dieses Kapital in die Bereiche Halbleiter, Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur, Stromnetze und Stromerzeugung. Viele der unmittelbaren Nutzniesser sind traditionelle „Pick-and-Shovel“-Unternehmen, die benötigte Ressourcen bereitstellen sowie am Bau und an der Ausstattung der physischen Infrastruktur mitwirken. Cybersicherheit und digitale Resilienz entwickeln sich zugleich zu weiteren wichtigen Anlagebereichen.
ABB. 1. Jedes Glied der Kette bietet eine Chance: Hinter jeder KI-Antwort stehen zahlreiche wichtige Unternehmen3
Wie nutzen LOIM-Strategien das Anlagethema KI?
Asia-Equities-Strategie: In die Region im Epizentrum der Revolution investieren
Asien ist eine treibende Kraft des globalen KI-Infrastrukturbooms. Die Region liefert hochentwickelte Chips und ergänzende Hardware sowie Technologien für erneuerbare Energien, die das KI-Wachstum unterstützen. Asiatische Unternehmen können zugleich von der zunehmenden Regionalisierung profitieren.
Asiatische Technologie, Industrieinnovationen und kritische Mineralien sind Kernthemen unserer Strategien Asia High Conviction und Emerging Market High Conviction. Damit bieten sie Zugang zu strukturellen Wachstumschancen.
Erfahren Sie mehr über Asia High Conviction hier und über Emerging Market High Conviction hier.
Die nächste Phase: Wer setzt KI am wirksamsten in der Breite ein?
Aktuell ist die KI-Landschaft vom Wettlauf um immer leistungsfähigere Modelle geprägt. Langfristig dürfte jedoch die breite Anwendung darüber entscheiden, wer technologisch führend ist. Entscheidend ist, praktische KI-Anwendungen breit in der Wirtschaft einzusetzen und damit die Produktivität und Innovation zu steigern.
Bislang steht die Verbreitung der KI in Volkswirtschaften noch immer am Anfang. Die kommerzielle Einführung agentischer KI – geprägt von Interaktivität, Konnektivität, Lernfähigkeit und Autonomie – markiert eine neue Wachstumsphase. Obwohl sich die Einführung beschleunigt, übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich; das Potenzial der meisten Anwendungsfälle bleibt ungenutzt. Zugleich zeigen Medienberichte, dass der unbeschränkte Zugang zu leistungsfähigen KI-Modellen nicht automatisch zu Kosteneffizienz führt.4
Die nächste Stufe der KI-Entwicklung dürfte daher eher einem Marathon als einem Sprint gleichen. Entscheidend ist, KI in Unternehmen und staatlichen Organisationen wirksam und im grossem Massstab einzusetzen, und dabei den Nutzen zu maximieren sowie die Kosten zu minimieren.
„Die nächste Stufe der KI-Entwicklung dürfte daher eher einem Marathon als einem Sprint gleichen. Entscheidend ist, KI in Unternehmen und staatlichen Organisationen wirksam und im grossem Massstab einzusetzen“
Aus der Vergangenheit lernen: Was Strom und Computer über die Zukunft der KI lehren
Die Entwicklung der KI dürfte einem ähnlichen Muster folgen wie Innovationen in der Vergangenheit. Strom und Computer boten erst dann einen bedeutenden wirtschaftlichen Nutzen, als sie in einer Vielzahl von realen Anwendungen zum Einsatz kamen.
Historisch entstanden die grössten wirtschaftlichen Erfolge häufig nicht bei den Entwicklern der zugrunde liegenden Technologien, sondern bei Unternehmen, die sie wirksam einsetzen, und damit bestehende Sektoren grundlegend verändern.
Anfangs war das Internet etwas völlig Neuartiges. Transformative wurde es erst, als Unternehmen wie Amazon im Detailhandel, Google in der Werbung und Facebook/Meta in der sozialen Interaktion1 die Technologie im grossen Massstab in den Alltag überführten und ganze Branchen neu gestalteten.
Wirtschaftliche Nutzniesser der KI identifizieren
Langfristig dürften jene Länder am stärksten von der KI-Revolution profitieren, die KI entwickeln und wirksam einsetzen, kritische Lieferketten sichern und die unvermeidlichen Verwerfungen bewältigen.
Mehrere voneinander abhängige Faktoren werden über den Erfolg entscheiden, unter anderem:
Talent: Zugang zu qualifizierten Forschenden und Arbeitskräften sowie deren Ausbildung
Kapital: staatliche Investitionen und Zugang zu privaten Finanzierungen
Ressourcen: hoch entwickelte Chips, Rechenzentren, Energie, Wasser und Rohstoffe
Staatliche Unterstützung: wirksame politische Massnahmen und Regulierung, die die Einführung unterstützen
Öffentliche Unterstützung: Rückhalt in der Bevölkerung und Vertrauen in den Nutzen
Arbeitsmarkt: die Fähigkeit, Arbeitskräfte umzuschulen und Verwerfungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen
Neben den USA und China könnten weitere Länder von erheblichen wirtschaftlichen und geopolitischen Vorteilen profitieren – beispielsweise wenn sie wichtige Ressourcen für die KI-Entwicklung kontrollieren oder die Technologie besonders effektiv nutzen.
Europa: Europa liegt bei der Modellentwicklung weit zurück, könnte aber strategisch aufholen, wenn es sich auf KI-Einführung, industrielle Automatisierung, Gesundheitswesen und Regulierung konzentriert.5
Indien: Das bevölkerungsreichste Land der Welt profitiert von einer starken digitalen Infrastruktur, einem grossen Talentpool und enormen Datenressourcen. Die unzureichenden Energieressourcen und die begrenzten Rechenzentrumskapazitäten stellen jedoch Herausforderungen dar.5
Vereinigte Arabische Emirate, Singapur, Norwegen, Irland, Frankreich und Spanien: Diese Länder haben in digitale Infrastruktur und die Entwicklung von Kompetenzen investiert. Laut einem aktuellen Microsoft-Bericht liegen die USA bei der KI-Nutzung in der erwerbsfähigen Bevölkerung hinter diese Ländern.6
„Neben den USA und China könnten weitere Länder von erheblichen wirtschaftlichen und geopolitischen Vorteilen profitieren.“
Global-Infrastructure-Strategie7: In das Wachstum von KI-Rechenzentren investieren
Technologieausbau ist neben den eng verbundenen Themen Energie und Konsum ein Schwerpunkt der Strategie Global Infrastructure. Sie investiert direkt in Rechenzentrumsinfrastruktur und bietet zugleich Zugang zur Elektrifizierung, die das KI-Wachstum unterstützt. Dies umfasst die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, den Netzausbau sowie Batteriespeicher.
Die Kerninfrastruktur verbindet unseres Erachtens langfristiges Wachstumspotenzial mit relativ gut vorhersehbaren Ertragsströmen. Viele dieser Vermögenswerte sind kostspielig und schwer zu replizieren, was ihnen einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil verschaffen kann.
Wo ungenutzte Chancen liegen
Kritische Infrastruktur bildet aktuell die Frontlinie der KI-Entwicklung. Hier ringen die USA und China um die Vorherrschaft. Der Wettlauf um leistungsfähigere Modelle und den Ausbau der benötigten Rechenkapazitäten verändert die globale Anlagelandschaft und schafft Anlagechancen in Branchen, die die KI-Revolution vorantreiben.
Langfristig dürften jene Länder und Unternehmen im Vorteil sein, die technologische KI-Durchbrüche am besten in breit abgestützte wirtschaftliche Wertschöpfung umsetzen.
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1 Ein Hinweis auf ein bestimmtes Unternehmen oder Wertpapier stellt keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf, Halten oder für eine Direktinvestition in das Unternehmen oder Wertpapier dar.
3 Quellen: Bernstein Research (März und Juni 2026), Morgan Stanley Research (April und Juli 2026), UBS Global Research (Januar 2026). Die angegebenen Werte sind externe Sell-Side-Schätzungen mit Stand vom angegebenen Datum. Nur zur Veranschaulichung. Ein Verweis auf ein bestimmtes Unternehmen oder Wertpapier stellt keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf, Halten oder für eine Direktinvestition in das Unternehmen oder Wertpapier dar.
4 „Uber Burns Its 2026 AI Budget In Four Months On Claude Code“, veröffentlicht von Forbes, 17. Mai 2026. https://www.forbes.com/sites/janakirammsv/2026/05/17/uber-burns-its-2026-ai-budget-in-four-months-on-claude-code/
5 AI’s Economic Winners: Council on Foreign Relations, veröffentlicht am 29. Juli 2026
7 Lombard Odier Global Infrastructure ist eine gemeinsam mit Macquarie AM aufgelegte hybride Strategie für Primäranlagen und Co-Investitionen.
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Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung und richtet sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger.
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