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Vorsichtige Schweizer Nationalbank fokussiert sich angesichts der Unsicherheit auf den Franken
Philipp Burckhardt, CFA
Fixed Income Strategist and Senior Portfolio Manager
Markus Thöny
Head of Swiss Fixed Income
Kernpunkte.
Vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit infolge des Iran-Konflikts beliess die Schweizerische Nationalbank den Leitzins unverändert bei 0%
Die steigenden Energiepreise liessen die Deflationssorgen sinken, könnten aber die Wachstumsaussichten der Schweiz dämpfen
Die Notenbank hat die Wahrscheinlichkeit von Devisenmarktinterventionen erhöht, falls der Franken stark aufwertet.
Abwartende Haltung der geldpolitischen Entscheidungsträger
Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist infolge des Konflikts im Nahen Osten erheblich unsicherer geworden. Die Markterwartungen und die Reaktionen auf die steigenden Energiekosten waren stagflationär angesichts von Befürchtungen, dass die Inflation wieder anziehen und das Wachstum abschwächen könnte. In einer ereignisreichen Woche mit mehreren Notenbankentscheiden zwang die mangelnde Klarheit viele zu einer abwartenden Haltung.
Im Fall der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erwarteten die Märkte ohnehin kaum eine Zinssenkung, denn mit 0% ist der Leitzins bereits der niedrigste der Welt. Folglich dürfte die Reaktion auf den Entscheid, die Zinsen unverändert zu lassen, verhalten ausfallen. Das eigentlich Interessante an der geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB vom März waren zwei andere Punkte: ihr mittelfristiger Wachstums- und Inflationsausblick sowie ihre Reaktion auf die jüngste Aufwertung des Schweizer Frankens.
Kurzfristig wirtschaftliche Belastungen erwartet
Es liesse sich argumentieren, dass der Ölpreisschock für die Schweiz zu einem «günstigen» Zeitpunkt kommt. Das Land hat seit einiger Zeit mit einer Disinflation zu kämpfen. Die steigenden Energiepreise könnten sich zwar als vorübergehend erweisen. Dennoch hat damit die Sorge nachgelassen, dass die Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen zur Bekämpfung der Deflation in den negativen Bereich zu senken.
Die SNB warnte in ihrer jüngsten Prognose, dass die Inflation in den nächsten Quartalen voraussichtlich deutlicher zunehmen könnte. Mittelfristig werde sich wegen des durch den stärkeren Schweizer Franken verursachten Abwärtsdrucks jedoch an der Inflation wenig verändern. Die SNB rechnet im Jahresdurchschnitt mit einer Inflation von 0,5% für 2026, 0,5% für 2027 und 0,6% für 2028.
ABB. 1: Einfluss der Energiepreise auf den Schweizer VPI und Rohölpreis1
Die Lage im Nahen Osten könnte einen grösseren Dämpfer für das Wachstum in der Schweiz darstellen, da sie die globale Wirtschaftstätigkeit bremst. Die Öl- und Gaspreise steigen kurzfristig. Infolgedessen werden die Verbraucherinnen und Verbraucher weniger zum Konsumieren zur Verfügung haben und voraussichtlich ihre Ausgaben einschränken. Gleichzeitig setzt die aufwertende Währung die Exportwirtschaft unter Druck, da die Produkte für ausländische Käuferinnen und Käufer teurer werden. Die SNB warnte, dass das Wachstum kurzfristig eher verhalten ausfallen dürfte, mittelfristig aber eine gewisse Erholung zu erwarten ist. Aktuell geht sie für das Gesamtjahr 2026 von einem Wachstum von rund 1% aus, gefolgt von rund 1,5% im Jahr 2027.
Devisenmarktintervention als erste Verteidigungslinie
In Zeiten der Unsicherheit wird der Schweizer Franken als Zufluchtswährung angesehen. Seit der letzten geldpolitischen Sitzung der SNB im Dezember 2025 hat die Währung handelsgewichtet um rund 2,5% aufgewertet. Die Währungsaufwertung reduziert zwar die importierte Inflation, dämpft aber auch die Wirtschaftstätigkeit. Die SNB anerkennt, dass eine rasche und übermässige Aufwertung des Schweizer Frankens die Preisstabilität gefährden könnte.
Die jüngste Aufwertung dürfte unseres Erachtens noch innerhalb der Toleranzspanne der SNB liegen. An ihrer jüngsten Sitzung bekräftigte die Notenbank jedoch verständlicherweise ihre Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren.
ABB. 2: Entwicklung des handelsgewichteten Schweizer Frankens seit der geldpolitischen Lagebeurteilung vom Dezember2
Wir gehen nicht davon aus, dass die SNB in diesem Jahr weitere Massnahmen zur Änderung ihrer Geldpolitik ergreifen wird.
Die Schweizer Zinsen sind bereits deutlich niedriger als in anderen Ländern. Die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank liessen in diesem Monat ihre Zinsen zwar ebenfalls unverändert. Dennoch haben die Märkte insbesondere in Europa begonnen, Erwartungen in Richtung einer strafferen Geldpolitik einzupreisen. Die Schweiz dürfte demnach weiter von einer grossen Zinsdifferenz profitieren. Dadurch werden ihre Vermögenswerte weniger attraktiv für internationale Anlegerinnen und Anleger. Ein Wiederaufleben der Nachfrage nach sicheren Anlagen kann jedoch im Fall einer Eskalation des Iran-Konflikts allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Trotz des unsicheren Ausblicks und der damit verbundenen zunehmenden Wechselkursschwankungen sind wir der Ansicht, dass die SNB über den Öl- und Gaspreisschock hinausblicken kann. Stattdessen wird sie sich auf eine allfällige Verlangsamung der Wirtschaftsleistung konzentrieren und in der Geldpolitik eine abwartende Haltung einnehmen.
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Quellen anzeigen.
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[1] Quelle: Bloomberg, Berechnungen von LOIM, Stand: 20. März 2026. Nur zur Veranschaulichung.
[2] Quelle: Bloomberg, Berechnungen von LOIM, Stand: 20. März 2026. Nur zur Veranschaulichung.
Wichtige Hinweise.
Nur für professionelle Anlegerinnen und Anleger
Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung und richtet sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger.
Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung, die sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger richtet. Es ist keine Marketingmitteilung, die sich auf einen Fonds, ein Anlageprodukt oder Anlagedienstleistungen in Ihrem Land bezieht. Dieses Dokument versteht sich weder als Beratung in Anlage-, Steuer-, Rechnungslegungs- oder Rechtsfragen noch als professionelle Beratung.