Den Net-Zero-Fortschritt durch Anlagen in Schwellenländeraktien vorantreiben

Elise Beaufils - Deputy Head of Sustainability Research
Elise Beaufils
Deputy Head of Sustainability Research
Ilona Echenard - Product Specialist
Ilona Echenard
Product Specialist
Den Net-Zero-Fortschritt durch Anlagen in Schwellenländeraktien vorantreiben

Kernpunkte.

  • Die Schwellenländer sind für die Begrenzung der Erderwärmung zentral, da aufstrebende Volkswirtschaften massgeblich zum Anstieg der Energienachfrage beitragen und von CO2-intensiven zu erneuerbaren Energiequellen übergehen
  • Trotz unterschiedlicher Ausgangsbedingungen bei den Emissionen sind viele Schwellenländer für einen raschen Übergang gut positioniert und überspringen häufig veraltete Infrastrukturen zugunsten skalierbarer, CO2-armer Lösungen
  • Unser TargetNetZero-Ansatz bietet ein breites Marktengagement und richtet die Portfolios auf glaubwürdige Dekarbonisierungspfade aus. Die Aufnahme von Schwellenländeraktien erweitert Portfolios um Regionen, die für die Energiewende eine zunehmend zentrale Rolle spielen.

Dekarbonisierung als transformative Kraft

In der Vergangenheit verursachten die Industrieländer den grössten Anteil der weltweiten CO2-Emissionen. Inzwischen geht der Anstieg der Emissionen jedoch zunehmend auf China, Indien und weitere aufstrebende Volkswirtschaften zurück.

In den kommenden Jahrzehnten wird das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in diesen Ländern zunehmen – und damit auch ihr Bedarf an Energie, Infrastruktur und Rohstoffen. Daher sind die Dekarbonisierungspfade der Schwellenländer entscheidend für das Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen.

In diesem Zusammenhang sind wir der Ansicht, dass die Dekarbonisierung kein eng begrenztes „Clean Tech“-Thema ist. Vielmehr ist sie als gesamtwirtschaftliche Transformation zu betrachten, die Auswirkungen auf die Sektoren Energie, Transportwesen, Industrie und Immobilien hat. 

TargetNetZero: Den Übergang zu Netto-Null-Emissionen bei Schwellenländeraktien nutzen

Die Schwellenländer spielen eine Schlüsselrolle für die globale Dekarbonisierung. Trotz einer höheren Ausgangsbasis bei den Emissionen zeigen sie auch einige der deutlichsten Anzeichen für eine Transformation.

Trotz des späteren Starts: Netto-Null-Dynamik in den Schwellenländern nimmt spürbar zu

Der aktuelle Energiemix der Schwellenländer variiert stark. Gleiches gilt für ihre Dekarbonisierungsmöglichkeiten. Die unterschiedlichen Voraussetzungen bestimmen die jeweiligen Dekarbonisierungspfade und sind bei Investitionen in die Klimawende in diesen Ländern zu bedenken.

Generell sind die Schwellenländer später als die meisten Industrieländer in den Übergang zu einem nachhaltigeren Wirtschaftsmodell gestartet. Sie vollziehen den Übergang langsamer und sind nach wie vor vergleichsweise CO2-intensiv. Konkurrierende Entwicklungsprioritäten, politische Unsicherheit, Währungsrisiken und Schwierigkeiten bei der Mobilisierung von ausländischem Kapital stellen weitere Hindernisse für diese Länder dar. Sie erhöhen die Kapitalkosten und verlangsamen den Ausbau klimafreundlicher Technologien.

Der Climate Action Tracker ist ein unabhängiges Projekt, das die Klimaschutzmassnahmen von Regierungen verfolgt und analysiert. Er stuft die Klimastrategien zahlreicher Schwellenländer entweder als „höchst“ oder „kritisch“ unzureichend ein (Abbildung 1). Dies deutet auf eine breite Kluft bei der Ausrichtung auf das Pariser Abkommen hin. Sie widerspiegelt Defizite bei den politischen Massnahmen, den Umsetzungskapazitäten sowie den Rahmenbedingungen für die Transformation.

ABB. 1. Climate Action Tracker: Einstufung der Länder1

Zunehmende Fortschritte der Schwellenländer

Trotz der Herausforderungen sind zahlreiche Schwellenländer gut für einen beschleunigten Übergang positioniert und entfalten bereits eine klare und unbestreitbare Dynamik. China versorgt nicht nur die Welt mit erneuerbaren Technologien, sondern dominiert auch den Ausbau der erneuerbaren Energien. So machte die inländische Solarenergie in China 2024 rund 60% der weltweit neu installierten Kapazitäten aus. Zudem ist das Land auf Kurs, zum ersten „Elektrostaat“ weltweit zu werden. Gleichzeitig flossen im Jahr 2024 ganze 83% der indischen Investitionen im Stromsektor in saubere Energie. Thailand, Taiwan und Hongkong wiederum zählen zu den 20 am schnellsten wachsenden Märkten weltweit in Bezug auf die Einführung wissenschaftsbasierter Ziele (Science Based Targets) durch Unternehmen.

Diese Entwicklungen zeigen, dass die Schwellenländer nicht hinter den Industrieländern zurückbleiben, sondern die Transformation auf ihren eigenen Pfaden beschleunigen. Dabei überspringen sie häufig veraltete Infrastrukturen („Leapfrogging“) zugunsten von skalierbaren, CO2-armen Lösungen.

Die Chance nutzen

Lösungen wie erneuerbare Energien, Elektrifizierung, Energieeffizienz und CO2-arme Industrieprozesse sind zunehmend skalierbar und kosteneffizient. Die zentralen Herausforderungen sind ein schneller Ausbau, die Harmonisierung der politischen Rahmenbedingungen und die Mobilisierung von Kapital in grossem Massstab.

Anlegerinnen und Anleger sollten berücksichtigen, dass die Klimaziele in den Schwellenländern aktuell weniger ambitioniert sind und weniger strikt verfolgt werden als in den Industrieländern. Lediglich 22% der Unternehmen im MSCI Emerging Markets Index verfügen über ein Dekarbonisierungsziel, das anhand der Science Based Targets Initiative (SBTi) festgelegt wurde. Im MSCI World sind es 56%. Es ist daher nicht überraschend, dass unsere interne Kennzahl zur Messung des impliziten Temperaturanstiegs (Implied Temperature Rise, ITR) für beide Indizes sehr unterschiedlich ausfällt: Auf Indexebene weist sie für den MSCI Emerging Markets einen Temperaturpfad von 3,0°C aus. Dieser Wert liegt deutlich über dem Wert von 2,4°C für die Komponenten des MSCI World.

Anlegerinnen und Anleger, die mit ihren Strategien auf die Klimawende in den Schwellenländern setzen, müssen diese strukturelle Lücke explizit berücksichtigen. Dabei gilt es, die Erwartungen und die Portfolioziele auf die jeweilige Ausgangsbasis sowie die Beschränkungen und Zeitpläne der einzelnen Volkswirtschaften abzustimmen. Dennoch finden wir in den Schwellenländern in verschiedenen Sektoren glaubwürdige und ambitionierte Vorreiter des Übergangs. Sie ermöglichen uns den Aufbau eines gut diversifizierten Portfolios an Unternehmen, die den Wandel zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell vorantreiben.

Lieber Übergang als Ausschluss

Mit der Lancierung unserer Strategie TargetNetZero Emerging Markets Equities erweitern wir unseren Ansatz auf alle Regionen des MSCI All Country World Index (ACWI). Damit unterstützen wir einen globalen, inklusiven Netto-Null-Anlageansatz. Diese Erweiterung widerspiegelt unsere Überzeugung, dass der Übergang zu einem CO2-armen Wirtschaftsmodell inklusiv und gesamtwirtschaftlich sein muss. Er sollte alle Länder und Sektoren in einen glaubwürdigen und zukunftsgerichteten Rahmen einbinden. 

TargetNetZero EM strebt einen impliziten Temperaturanstieg von maximal 2,5°C an. Dabei werden die strukturellen Gegebenheiten und Entwicklungsbedürfnisse dieser Regionen berücksichtigt, während gleichzeitig ein glaubwürdiger und ambitionierter Pfad hin zu einem CO2-armen Wirtschaftsmodell beibehalten wird. Dies entspricht unserer Philosophie, den Übergang zu fördern, anstatt lediglich auf Ausschlüsse zu setzen. Indem wir in Unternehmen mit glaubwürdigen und ambitionierten Dekarbonisierungszielen investieren, wollen wir eine realwirtschaftliche Dekarbonisierung über alle Regionen und Sektoren hinweg vorantreiben. 

Unser systematischer Ansatz ist darauf ausgelegt, eine breite Marktabdeckung zu bieten und gleichzeitig die Portfolios auf glaubwürdige Dekarbonisierungspfade auszurichten. Durch die Integration von Schwellenländeraktien erweitern wir unsere Abdeckung auf Regionen, die hinsichtlich Emissionen wie auch Chancen für die globale Transformation zunehmend relevant sind. 

Der Klimaschutz hat weiterhin oberste Priorität. Unsere TargetNetZero-Strategien bieten unseren Kundinnen und Kunden ein besonderes Wertversprechen: Core-Lösungen mit niedrigem Tracking Error2, die konsequent auf die Zukunft der Weltwirtschaft ausgerichtet sind.

Klicken Sie hier, um mehr über unseren risikobasierten Ansatz bei Multi-Asset-Anlagen zu erfahren.
Quellen anzeigen.
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1 Climate Action Tracker. Nur zur Veranschaulichung. Stand: Dezember 2025.
2 Der Tracking-Error-Zielwert ist ein interner Zielwert und kein Bestandteil des im Prospekt/PPM offengelegten Anlageziels des Fonds. Er ist nicht garantiert und wird möglicherweise nicht erreicht. Der Ex-ante-Tracking-Error basiert auf internen und/oder externen Risikomodellen. Die tatsächlichen Renditen variieren in Abhängigkeit von der Performance an den Märkten und der Anlagedauer. Der Fonds ist kein garantiertes Produkt, und das Kapital ist möglicherweise gefährdet. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Umständen der jeweiligen Anlegerin bzw. des jeweiligen Anlegers ab und kann sich mit der Zeit ändern. Wechselkursschwankungen können sich ebenfalls auf die Wertentwicklung auswirken. Zusätzliche Informationen über Annahmen, Daten und Szenarioanalysen sind auf Wunsch erhältlich.

Wichtige Hinweise.

Nur für professionelle Anlegerinnen und Anleger
Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung und richtet sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger. 
Dieses Dokument ist eine Unternehmensmitteilung, die sich ausschliesslich an professionelle Anlegerinnen und Anleger richtet. Es ist keine Marketingmitteilung, die sich auf einen Fonds, ein Anlageprodukt oder Anlagedienstleistungen in Ihrem Land bezieht. Dieses Dokument versteht sich weder als Beratung in Anlage-, Steuer-, Rechnungslegungs- oder Rechtsfragen noch als professionelle Beratung.

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