Das A und O einer Multi-Asset-Strategie

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Das A und O einer Multi-Asset-Strategie

Alain Forclaz - Client Portfolio Manager

Alain Forclaz

Client Portfolio Manager

In diesem Q&A umreisst Client-Portfoliomanager Alain Forclaz die wesentlichen Punkte der Multi-Asset-Strategie von LOIM. Darin erläutert er, wie wir die Allokation optimieren, warum wir liquide Instrumente bevorzugen, was unsere Drawdown-Kontrolle beinhaltet und wie wir auf die unterschiedliche Risiko-/ Renditeneigung von Investoren eingehen.

 

Was ist das Ziel der Multi-Asset-Strategie?

Unser Hauptziel ist es, mit liquiden Anlagen über Marktzyklen hinweg stabile Renditen zu erwirtschaften. Das Streben nach Stabilität bedeutet, Verluste zu begrenzen, weshalb wir Kapitalschutzan erste Stelle setzen und vorsichtig versuchen, potenzielle Verluste zu begrenzen. Um dies zu erreichen, diversifizieren wir mit verschiedenen Mitteln aktiv unser Portfolio. Das beginnt mit einem breit diversifizierten Anlageuniversum, geht über die Vermeidung von Konzentrationsrisiken bei der Allokation in die verschiedenen Vermögenswerte, bis hin zur Erschliessung weiterer Ertragsquellen und dem aktiven Einsatz von Liquidität. Wir glauben, dass Cash in Zeiten von Stress am Markt die ultimative unkorrelierte Anlageklasse und für die aktive Drawdown-Kontrolle essenziell ist.

 

Inwiefern ist Ihre Multi-Asset-Strategie auf unterschiedliche Risiko-/Renditeneigungen zugeschnitten?

Letztlich zielt unser Ansatz darauf ab hohe risikoadjustierte Erträge mit einer Sharpe-Ratio zwischen 0,7 bis 1,0, zu liefern. Dies ist entscheidend, da es zur Anpassungsfähigkeit der Strategie beiträgt. Mit der gleichen Philosophie können wir übrigens in unserer All-Roads-Palette eine Reihe unterschiedlicher Risiko- und Ertragsprofile darstellen: Unser Renditeziel reicht von Cash plus zwei Prozent bis zu Cash plus acht Prozent, wobei unser Hauptfonds mit Cash plus drei bis fünf Prozent2 etwa in der Mitte liegt. In allen Fällen arbeiten wir innerhalb klar definierter Risikobudgets, die wir als maximalen Drawdown über rollierende 12-Monats-Perioden darstellen. Bei unseren drei Profilen liegen die maximalen Drawdowns  bei fünf Prozent, zehn Prozent und 17,5 Prozent.

Die Profile der Portfolios zielen darauf ab, einem breiten Spektrum an Investorenpräferenzen und -zielen gerecht zu werden, wobei wir berücksichtigen, dass eine Grösse nicht unbedingt allen Bedürfnissen gerecht wird. Diese Flexibilität ermöglicht es, dass die Fondspalette als Anleiheersatz, als Ersatz für Aktien oder als All-in-Kernallokation eingesetzt werden kann. In der zuletzt genannten Rolle setzen wir die Strategie innerhalb der eigenen Pensionskasse von Lombard Odier ein, wo sie 25 Prozent des Gesamtportfolios ausmacht. 

 

Warum bevorzugen Sie liquide Investments?

Wir glauben, dass Liquidität entscheidend ist, um Drawdowns aktiv zu steuern. All Roads ist ein Investment mit kurz- bis mittelfristigem Anlagehorizont (typischerweise 1 bis 3 Jahre). Das ist genau der Bereich, in dem sich unserer Meinung nach eine Kernallokation bewegen sollte. Wir sind der Ansicht, dass Anleger mit einem längerfristigen Anlagehorizont die Chancen, die illiquide Anlageklassen bieten, nutzen sollten. Diese gehören aber nicht zur Kernallokation.

Bei einem Multi-Asset-Ansatz steht das gesamte Anlageuniversum zur Auswahl – wir investieren in Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Rohstoffe, meist über liquide Derivate (Futures, Swaps), die inzwischen zu den liquidesten Instrumenten an den Finanzmärkten entwickelt haben.

 

Wie begegnen Sie den Risiken in den unterschiedlichen Konjunkturzyklen? Und wie fügen Sie weitere Renditequellen hinzu?

In der Tat ist die Veränderung des Wirtschaftsumfeldes eine der wenigen Dinge, die beim Investieren als sicher angenommen werden können. Solche Veränderungen sorgen stets für Unvorhersehbarkeit und könnten unser Anlageziel, eine stetige Performance zu erzielen, gefährden. Um den verschiedenen Konjunkturzyklen besser begegnen zu können, achten wir sorgfältig auf eine ausgewogene Allokation. Das bedeutet, dass wir in unserer strategischen Asset Allocation berücksichtigen, wie die Anlageklassen auf verschiedene Szenarien wie wirtschaftliche Expansion, eine Kontraktion oder Inflationsschocks reagieren könnten. Zudem zielt die Allokation darauf ab, die Auswirkungen irgendeines Szenarios auf das Portfolio zu diversifizieren.

In diesen wirtschaftlichen Szenarien ist es wichtig zu beachten, dass Risikoprämien tendenziell ziemlich vorhersehbar reagieren. Beispielsweise bieten Aktien im Fall einer wirtschaftlichen Expansion die lukrativsten Prämien. Bei einem sich zusammenziehenden Wirtschaftsumfeld sind Bonität und Duration die empfindlichsten Variablen. Und in einem inflationären Umfeld sind inflationsgebundene Anleihen und Rohstoffe die besten Investments.

Zusätzliche Erträge streben wir an, indem wir Renditequellen hinzufügen, die nicht vom Konjunkturzyklus abhängig sind, sondern bestimmte Verhaltenstendenzen oder Marktineffizienzen wie Anlageklassen übergreifende Trends und Carry nutzen. Bei Cross-Asset-Trends bevorzugen wir Märkte mit positivem Momentum gegenüber solchen mit negativem Momentum. Im Carry-Bereich tendieren wir zu hochverzinslichen Anlagen gegenüber niedrigverzinsten Assets. Historisch gesehen haben Trendfolge und Carry über lange Zeiträume einen Mehrwert für Investoren geschaffen.3 Und schliesslich bietet Trendfolge zusätzliche Diversifikation in kritischen Phasen am Aktienmarkt.

Die Erschliessung zusätzlicher Ertragsquellen ist – gerade in Zeiten unterdurchschnittlicher Erträge – entscheidend für die Steigerung der Einnahmen und das geht keineswegs zu Lasten der Liquidität. Stattdessen tragen diese, indem sie Marktineffizienzen ausnutzen, zur Diversifizierung des Portfolios bei.

 

Wie sieht Ihr Ansatz zur Kontrolle der Drawdowns aus?

Alle Asset-Allocation-Modelle – egal ob risiko- oder kapitalbasiert, systematisch oder diskretionär – können mit ungünstigen Marktbedingungen konfrontiert sein und von Zeit zu Zeit scheitern. Um Portfolios vor solchen Risiken zu schützen, glauben wir fest an die Notwendigkeit einer eingebauten Risikokontrolle.

Dieser Teil unseres Anlageprozesses findet getrennt  von der Asset Allocation statt und hängt von einem zuvor festgelegten Risikobudget ab, das wiederum die Risikobereitschaft des Investors reflektiert. Wir nennen das ‚dynamisches Drawdown-Management‘ und es ist ein fundamentaler Anker in unserer Philosophie.

Einfach ausgedrückt, kann die Risikoallokation des Portfolios insgesamt je nach Marktdynamik, immer mit dem Ziel der Kapitalsicherung, nach oben oder unten angepasst werden. Das beinhaltet den Abbau des Portfoliorisikos und die Umwandlung in liquide Mittel, wenn Verluste erlitten werden. Wir passen das Risikoexposure auch an, um von einer Markterholung zu profitieren oder weitere Marktschwächen abzumildern. Und wir integrieren Absicherungsstrategien, die darauf abzielen, von einer zunehmenden Volatilität über Märkte hinweg zu profitieren. So schützen wir das Portfolio vor plötzlichen Schocks.

 

Nennen Sie bitte drei Wörter, die den Multi-Asset-Ansatz am besten beschreiben.

Flexibel, dynamisch und anpassungsfähig.

 

Schlüsselbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

quellen.

1Kapitalschutz ist ein Ziel der Portfoliokonstruktion und kann nicht garantiert werden.

2Das Performanceziel bzw. das angestrebte Risiko ergeben sich aus der Portfoliostruktur. Sie bilden nicht die vergangene Performance bzw. das vergangene Risiko ab und bieten keine Gewähr für die effektive zukünftige Performance bzw. das effektive zukünftige Risiko. Die Zielperformance ist nach Gebühren. Die Gesamtkostenquote oder Total Expense Ratio (TER) für die verschiedenen Anlageklassen reicht von 0,08% bis 2,34%. Die TER der S-Anteilsklasse liegt bei 0,08%, die der R-Anteilsklasse bei 2,34%, die der I-Anteilsklasse bei 0,66%, die der N-Anteilsklasse bei 0,70%, die der M- Anteilsklasse bei 0,85% und die TER der P-Anteilsklasse bei 1,30%. 

3 Quelle: Bloomberg, Berechnungen von LOIM. Nur zu Zwecken der Veranschaulichung. Vergangene Performance ist keine Garantie für künftige Ergebnisse. Daten aus dem Zeitraum von 1977-2017.

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