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Asiatische Unternehmens-anleihen: Entstehung einer neuen Anlageklasse

Asiatische Unternehmensanleihen: Entstehung einer neuen Anlageklasse
Dhiraj Bajaj - Head of Asia Fixed Income

Dhiraj Bajaj

Head of Asia Fixed Income
Tobias Bracey - Credit Strategist & Client Portfolio Manager

Tobias Bracey

Credit Strategist & Client Portfolio Manager

Asien hat in den vergangenen Jahrzehnten eine gewaltige Strukturreform durchlaufen. Über das exportorientierte Wachstum hinaus hat die Region eine zunehmende wirtschaftliche Diversifikation, grössere Transparenz auf Regierungsebene und eine Vertiefung der Kapitalmärkte zu verzeichnen. 

Da asiatische Schuldner zunehmend die internationalen, in US-Dollar denominierten Anleihemärkte nutzen, vervielfachen sich infolgedessen auch die Möglichkeiten, die Unternehmensanleihen dort bieten.

Aufgrund der Aussicht, vom Wachstum und der Expansion von Unternehmen in der am schnellsten wachsenden Region der Welt zu profitieren, sind wir der Ansicht, dass Investoren, die in globale Unternehmensanleihen investieren, eine spezielle Allokation in asiatischen Unternehmensanleihen1 aufbauen sollten. Unser uneingeschränkter Ansatz zielt darauf ab, diversifiziertere und attraktivere Portfolios zu bauen.

 

Fünf Gründe, warum asiatische Unternehmensanleihen vielversprechend sind

  1. Das Universum asiatischer Unternehmensanleihen wächst exponentiell

Der Nominalbetrag der in Hartwährung denominierten asiatischen Unternehmensanleihen ist von 250 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf über 1,2 Billionen US-Dollar in 20192 gestiegen. Dieses deutliche Wachstum hat dazu geführt, dass Asien derzeit mehr als 50 Prozent des Universums der auf US-Dollar lautenden Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets (EM)3 ausmacht.

2. Die im Vergleich zu anderen Schwellenländern verbesserte Kreditwürdigkeit Asiens

Die durchschnittliche Bonität asiatischer Schuldner liegt gemessen an der Marktkapitalisierung im Investment-Grade-Bereich, während andere grosse Schwellenländermärkte (wie Lateinamerika und CEEMEA) in das High-Yield-Segment abgerutscht sind. Die divergierende Entwicklung ergibt sich aus dem hohen durchschnittlichen Rating der auf US-Dollar lautenden Schuldverschreibungen, die von asiatischen Emittenten begeben wurden, im Vergleich zu der niedrigeren (und typischerweise sich verschlechternden) Ratingqualität anderer EM-Unternehmensanleihemärkte4. Diese Entwicklung bei den Ratings hat zu einem Anstieg des Anteils Asiens an den Investment-Grade-Emissionen aus den Schwellenländern insgesamt geführt.

3. Die Emittentenbasis weist eine immer stärkere Diversifikation auf

Entsprechend dem Wirtschaftswachstum und der Entwicklung der Region kamen neue Emittenten aus Sektoren auf den Markt, die es vor fünf oder zehn Jahren noch gar nicht gab. Unserer Ansicht nach bieten asiatische Unternehmensanleihen in Hartwährung damit Zugang zu Large Caps und einer diversifizierten Branchenallokation, die es im breiteren Universum der EM-Unternehmensanleihen und in asiatischen Lokalwährungsanleihen nicht in vergleichbarer Weise gibt. Zu diesen Sektoren gehören – unter anderem – führende Unternehmen in Bereichen wie i) erneuerbare Energien, ii) Technologie und iii) Immobilien.

4. Die Verschuldungskennzahlen sind positive und die Ausfallraten niedrig

Asiatische Schuldner sind in Bezug auf die Verschuldung weniger aggressiv als Unternehmensanleihe-Emittenten aus anderen Emerging Markets, wobei die Verschuldungsrelationen seit 2013 rückläufig sind.  In diesem Zeitraum haben asiatische Unternehmen profitablem Wachstum gegenüber schuldenfinanzierter Expansion den Vorzug gegeben. Auch unter den seit 2013 knapperen Liquiditätsbedingungen in den Schwellenländern haben sich asiatische Regierungen und Unternehmen entsprechend vorbereitet und eine stabile und relativ niedrige Verschuldungsquote aufrechterhalten. Die Ausfallraten bei asiatischen Unternehmen sind mit 2,2 Prozent niedrig, insbesondere im Vergleich zu anderen Regionen6. Auch die historischen Ausfallraten in Asien waren in Zeiten von Marktstress niedriger als in Lateinamerika.

5. Nachfrage nach asiatischen Unternehmensanleihen aus dem Heimatmarkt

Inländische Investoren halten einen grossen und zunehmenden Anteil am asiatischen USD-Anleihemarkt. Die Zuteilung neuer asiatischer USD-Emissionen in den Primärmärkten an asiatische Anleger hat allmählich zugenommen und liegt nun bei über 80 Prozent7. Das macht asiatische Unternehmensanleihen viel weniger anfällig für den Zufluss von ‚hot money‘ (spekulativem Kapital) von internationalen Investoren und vermindert so die Anfälligkeit des Marktes gegenüber externen Faktoren. 

 

Unserer Ansicht nach bieten asiatische Unternehmensanleihen viele ausgezeichnete Chancen.

 

Wichtige Begriffe finden Sie in unserem Glossar.

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Quelle.

1 Der Begriff ‘asiatische Unternehmensanleihen’ bezieht sich auf Schuldverschreibungen, die von asiatischen Schuldnern in Hartwährung emittiert werden.
2 Quelle: JP Morgan, August 2019.
3 Quelle: JP Morgan, August 2019.
4 Quelle: JP Morgan JACI Mitglieder am 30. August 2019.
5 Nettoverschuldung bezieht sich auf die Kennzahl Nettoschulden/EBITDA.  Quelle: JP Morgan, Bloomberg, Capital Q. Bezieht sich auf Daten, die die Gewinne in  Q1 2019 enthalten.
6 Quelle: JP Morgan. Stand Januar 2019. Laut JP Morgan lag die Ausfallrate (ex 100 Prozent quasi-staatliche Anleihen) in 2013 bei 1,2 Prozent in Asien und bei 10,6 Prozent in Lateinamerika. In 2016 lag die Ausfallrate bei einem Prozent in Asien und bei 9,2 Prozent in Lateinamerika.
7 Quelle: Bond Radar, Bloomberg, Schätzungen von J.P Morgan. Stand August 2019.

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