Ausgabefreudige Silver Ager setzen Trends

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Ausgabefreudige Silver Ager setzen Trends

Johan Utterman - Senior Portfolio Manager

Johan Utterman

Senior Portfolio Manager

Die Älteren werden immer wohlhabender. Das eröffnet einige attraktive Investmentchancen Marksektor der gehobenen (Nichtbasis-)Konsumgüter.

Unsere Bevölkerung altert – und das schafft wirtschaftliche Chancen. Die immer zahlreicher werdenden Älteren werden für viele Sektoren zu einem entscheidenden Markt, insbesondere für die Branchen, die Produkte über den täglichen Bedarf hinaus, sprich Nichtbasis-Konsumgüter, anbieten.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt schnell. In Industrieländern wächst die Zahl der über Fünfundsechzigjährigen dreimal so rasch wie die der jüngeren Generationen. Auch die Kaufkraft dieser älteren Bevölkerungsgruppe steigt viel schneller als die der anderen. Es wird geschätzt, dass sich in machen Ländern schon Dreiviertel des Gesamtvermögens in der Hand der Babyboomer und Senioren von heute befinden. Somit ist, was gemeinhin „Silver Economy“ betitelt wird, immer wichtiger geworden. Die Älteren können die Wirtschaft massiv verändern, ihre Marktmacht entspricht der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Zu den Sektoren, auf die sich die Alterung der Bevölkerung besonders auswirkt, gehören Konsumgüter und Dienstleistungen. Bereits jetzt sind die Ausgaben für Nicht-Basiskonsumgüter durch die Ansammlung von Vermögen und den Wegfall laufender Kosten mit Beginn der Rente – etwa für Hypothekenzahlungen oder die Fahrt zur Arbeit – stark gestiegen. Die Konsumausgaben der Europäer ab 60 sind in den vergangenen 20 Jahren um 50% schneller gewachsen als die der unter 30-Jährigen. Und in den USA war bereits 2017 fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung 50 Jahre und älter und stand für ganze 70 Prozent der gesamten verfügbaren Einkommen, so das Marktforschungsunternehmen Nielsen. Für Investoren, die von diesem demografischen Trend profitieren möchten, kann der Bereich Nicht-Basiskonsumgüter daher eine ganze Reihe von Chancen eröffnen.

Ein guter Ausgangspunkt für eine solche Strategie kann sich zum Beispiel im Kosmetiksektor finden. Das zeigen die Konsumgewohnheiten der älteren Bevölkerungsgruppe, aber auch die Tatsache, dass sich einige führende Kosmetikkonzerne zunehmend an die ältere Generation wenden. Frauen über 50 geben dreimal so viel für Hautpflege aus wie jüngere Frauen und verwenden tendenziell mehr und teurere Produkte. Folgerichtig gab es in den vergangenen Jahren immer häufiger Kampagnen, die ältere Konsumentinnen ansprachen.

Um für das Produktportfolio von L'Oréal1 Paris Age Perfect zu werben, hat L’Oréal zum Beispiel die Oscar-prämierte Schauspielerin Helen Mirren (74) zur Markenbotschafterin ernannt. Die Produkte wurden speziell für eine ältere Zielgruppe entwickelt, vermarktet werden sie als „verjüngende Hautpflege für reife Haut". Jane Fonda (76) und Diane Keaton (68) kamen in den vergangenen Jahren als Botschafterinnen dazu. Eine weitere Marke, die bei der Baby-Boomer-Generation beliebter ist als bei den Jüngeren, ist die Hautpflege- und Kosmetikmarke Estée Lauder1.

Die Baumarktbranche ist ein weiteres Beispiel für einen Sektor, der –unterstützt durch die demografische Entwicklung – ein robustes Wachstum aufweist. Allein in den USA erwartet man, dass für Dreiviertel des prognostizierten Wachstums in den nächsten acht bis zehn Jahren ältere Immobilieneigentümer verantwortlich sein werden.

Wenn sich Immobilienbesitzer im Ruhestand verkleinern wollen, kann im Fall des Verkaufs der Immobilie eine Renovierung anstehen. Oder für die, deren Mobilität vielleicht eingeschränkt ist oder die mit anderen Problemen des Alters konfrontiert sind, kann das sogar zu einem Muss werden. Eine Renovierung kann auch erforderlich sein, wenn weitere Immobilien dazukommen: So zeigt etwas das Beispiel Großbritannien: Über die Hälfte der Vermieter ist 55 Jahre oder älter, ein Drittel ist im Ruhestand. Kaufen, um zu vermieten, wird häufig als Einkommensquelle im Ruhestand genutzt. Manchmal ist allerdings eine Renovierung nötig, um die Immobilie überhaupt auf den Markt bringen zu können. Aktien von Baumärkten (wie international zum Beispiel Home Depot oder Lowe1) können daher Chancen bieten, von diesen Wachstumschancen zu profitieren. Im Bereich jenseits des Üblichen, im Luxussegment, gibt es beispielsweise Poolcorp1, Weltmarktführer bei Swimmingpools und anderen Produkten für den Außenbereich.  

Auch Ausgaben für Reisen fallen in die Kategorie „jenseits des täglichen Bedarfs“. Zahlen des britischen Statistikamts ONS zeigen für das Beispiel Großbrittanien, dass 2018 die über Fünfundsechzigjährigen mehr als 6,1 Milliarden Pfund für Entdeckungsreisen rund um die Welt ausgegeben haben. Besonders beliebt sind in dieser Bevölkerungsgruppe Schiffsreisen, etwa Kreuzfahrten, die Älteren stehen für den größten Teil der Ausgaben in diesem Bereich. Auf diesen Reisetrend kann man über Adressen wie den Luxusgüterkonzern LVMH setzen, der zuletzt den Anbieter von Luxushotels, Restaurants sowie Zug- und Flusskreuzfahrten Belmond1 übernommen hat.

Ein breiterer Zugang zu diesem Trend kann – mehr noch als über Endprodukte oder Dienstleistungen – eröffnet werden, wenn man sich dem Thema zuwendet, wie für den gehobenen Konsum gezahlt wird. Ein Beispiel ist der Kreditkartenanbieter Visa. Das Unternehmen hat sich ebenfalls auf die wachsende Bedeutung des „Silver Spending“ eingestellt. Visa rechnet damit, dass Baby-Boomer die wichtigsten Treiber von Konsumausgaben sein werden.

Die schnell wachsende und immer wohlhabender werdende Generation der Silver Ager bietet also attraktive Investitionschancen. Anbieter von Konsumgütern und Dienstleistungen, die bei den Älteren gut ankommen, haben das Potenzial für überdurchschnittliche Wachstumsraten und überdurchschnittliche Erträge.

quelle.

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